Nathan der Weise

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Toleranz und die Kraft der Aufklärung sind die Themen, die in „Nathan der Weise“ verhandelt werden. Mit seinem letzten Werk, das 1783 in Berlin uraufgeführt wurde, reagierte Gotthold Ephraim Lessing auf die religiöse Orthodoxie und Intoleranz seiner Zeit. Das Stück versteht sich als Antwort auf die Dogmen der protestantischen Theologen, mit denen Lessing sich heftig stritt. Zudem setzte er dem jüdischen Philosophen Moses Mendelsohn, mit dem er befreundet war, in der Figur des Nathans ein literarisches Denkmal.
Ort der Handlung ist Jerusalem um 1190, zur Zeit des dritten Kreuzzugs, eine Stadt, in der Christentum, Islam und Judentum direkt aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt des Stücks steht die berühmte Ringparabel, die sich um die Frage dreht, welche der drei großen Weltreligionen die wahre sei. Nathans Antwort, der zufolge keiner der monotheistischen Religionen der Vorzug gegeben werden kann, hat an Aktualität bis heute nichts verloren. „Nathan der Weise“ gilt als das zentrale Werk der deutschen Aufklärung.
Regie Andreas Hueck
Ausstattung Janet Kirsten

Theater Poetenpack

Fotos©Marcus Lieberenz

Datum

18 März 2027

Kosten

25,00€

Uhrzeit

19:30
ErnA, Aula im Ernestinum

Veranstaltungsort

ErnA, Aula im Ernestinum